Bitcoins für Anfänger – was ist bei Kryptowährungen grundsätzlich zu beachten?

Bitcoins für Anfänger – was ist bei Kryptowährungen grundsätzlich zu beachten?

by January 10, 2018
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Wie einen Hype erklären, dessen Grundlagen für den technischen Laien kaum nachzuvollziehen sind?

2017 war das Jahr des Bitcoins. Experten rechnen damit, dass 2018 zum Jahr der Kryptowährungen wird. Obwohl das Konzept erst seit wenigen Jahren existiert, haben sich in den vergangenen Jahren ganz unterschiedliche Versuche entwickelt, die Idee einer dezentralen, von Notenbanken unabhängigen und fälschungssicheren Währung umzusetzen.

Der Bitcoin ist der Pionier, dem die Öffentlichkeit in den letzten 12 Monaten so viel Aufmerksamkeit geschenkt hat, dass der Titel Hype gerechtfertigt scheint.

Und die Kursentwicklung des Bitcoins zum Franken scheint dem Recht zu geben. Im 3-Jahreszeitraum hat sich der Wert für einen Bitcoin um knapp 5590 Prozent – laut finanzen.ch – verändert. Besonders spektakulär war die Entwicklung der vergangenen drei Monate. In diesem Zeitraum hat es die Kryptowährung geschafft, von 4.200 Franken je Bitcoin auf maximal 19.200 Franken zu klettern.

Dieser Anstieg ist einerseits beeindruckend, wirft auf der anderen Seite jedoch Fragen auf. Anleger treibt zurecht um, ob es sich überhaupt noch lohnt, in Bitcoin zu investieren. Und wenn ja, wie viel Geld sollte in die Hand genommen werden?

Bitcoin Münze

Was steckt hinter dem Bitcoin-Hype? Was sollten Anfänger beachten, die sich für Kryptowährungen interessieren? © MichaelWuensch (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Bitcoin – wie steht es um die Kursrally?

Bitcoin wird von der breiten Masse als die Kryptowährung wahrgenommen, obwohl es am Ende nur ein Vertreter ist. Der Grund ist die Kursrally der vergangenen Wochen. Und der Sprint zum Jahresende hin war wirklich beeindruckend.

Kursentwicklung Bitcoin (BTC) zu Schweizer Franken:

DatumTagesschlusskurs je BTC
06.10.20174.270 Franken
01.11.20176.764 Franken
22.11.20178.107 Franken
03.12.201711.019 Franken
13.12.201716.114 Franken
17.12.201718.860 Franken

 

In der ersten Dezemberhälfte 2017 legte der Bitcoin einen massiven Kurssprung hin. Der 16. Dezember bzw. 17. Dezember markierte das vorläufige Ende des Aufwärtstrends. Innerhalb von knapp 2 Wochen war die Währung wieder bei unter 12.500 Franken angekommen.

Inzwischen geht es beim Bitcoin wieder nach oben, er ist am 5. Januar 2018 auf über 15.000 Franken gestiegen. Den tagesaktuellen Kurs und weitere Informationen rund um den Bitcoin finden interessierte Anleger auf www.coinpro.ch. Mit dem letzten Kursanstieg dürfte bei jenen Anlegern Hoffnung aufkeimen, die erst im Dezember – kurz vor dem Kurssturz – in die Kryptowährung eingestiegen sind.

Hoffnung, dass der Bitcoin sein altes Kursniveau bald wieder erreicht hat. Experten sind über dessen Zukunft uneins. Befürworter sehen die Währung 2018 deutlich im fünfstelligen Bereich. Allerdings mutmassen Kritiker über eine Konsolidierung – sprich eine Kursbereinigung – aufgrund verschiedener Umstände. Als Teil der Ursachen werden die technischen Grundlagen ins Spiel gebracht.

 

Kryptowährungen: Die Blockchain-Technologie

Der Begriff Kryptowährung hat folgenden Hintergrund: Es wird ein Zahlungsmittel virtueller Natur geschaffen, welches sich der Verschlüsselungstechnologien der Kryptografie bedient. Das Ziel besteht in:

  • Dezentralisierung
  • Verteilung
  • Sicherheit

Dezentral bedeutet, dass kein Staat bzw. keine Bank oder Behörde Währungshüter ist und die Währung kontrolliert. Aufgrund dieses Anspruchs werden Bitcoins bisher nur durch Privatpersonen/Unternehmen geschöpft.

Verteilung entsteht durch den Aufbau eines Peer-to-Peer Netzwerks, in dem alle Teilnehmer miteinander kommunizieren. Mitteilungen werden nicht verdeckt an einzelne Teilnehmer versandt – sondern stehen dem Netzwerk insgesamt zur Verfügung. Die Sicherheit wird über Kryptografie und den Aufbau der sogenannten Blockchain gewährleistet.

Letztere ist eines der wichtigen Elemente gängiger Kryptowährungen. Prinzipiell kann sich der Laie die Blockchain als miteinander verknüpfte Kette aus Einzelblöcken vorstellen, die eine definierte Anzahl Einheiten der Kryptowährung beinhalten. Beispiel Bitcoin: Hier enthält jeder Block aktuell (Januar 2018) 12,5 Bitcoin.

Jeder dieser Blöcke enthält die Hashwerte des Vorgängerblocks. Um im Netzwerk anerkannt zu werden, muss der Block nicht nur durch einen, sondern mehrere Nutzer anerkannt werden. Fälschungssicher wird das System zudem durch die Tatsache, dass jeder User im Netzwerk immer eine Kopie der Blockchain-Datenbank speichert.

Aber: Diese Tatsache wird zugleich eine Hürde. Je mehr Blöcke existieren, umso grösser die Datenbank und damit das Datenvolumen. Letzteres verlangsamt das Netzwerk und vermindert die Skalierbarkeit. Ein Problem, welches unter anderem für den Bitcoin prognostiziert wird.

 

Wie kann man in Bitcoin und Co. investieren?

Laut der Seite coinmarketcap.com existieren inzwischen mehrere hundert Kryptowährungen, von denen:

  • Bitcoin
  • Ripple
  • Ethereum

nach Marktkapitalisierung zu den grossen drei gehören. Die Frage: Wie kann ich als interessierter Anleger am Handel teilnehmen? Grundsätzlich werden die Kryptowährungen derzeit direkt nur zwischen privaten Nutzern gehandelt. Dies ist auch nicht über Wertpapierbörsen möglich, sondern nur durch die Nutzung spezieller Handelsplätze.

Diese „Krypto“-Börsen haben sich in den letzten Jahren – zuerst als Insidertyp – entwickelt, erfahren inzwischen allerdings eine stetig wachsende Aufmerksamkeit. Diese Entwicklung verursacht mitunter Probleme. Teilweise sind einige der Handelsplätze dazu übergegangen, Neuanmeldungen vorerst abzulehnen, um ihre Systeminfrastruktur anzupassen.

Mittlerweile gehen Bestrebungen dahin, den Hype „zu kanalisieren“. Anleger können inzwischen Futures und Zertifikate auf den Bitcoin handeln. Die Futures als Terminkontrakte sind eine Wette darauf, dass der Bitcoin in der anvisierten Zeitspanne die gewünschte Entwicklung vollzieht.

Open-End-Partizipationszertifikate haben den Vorteil, dass Trader an der Kursentwicklung teilhaben – ohne unter Zeitdruck zu stehen. Die Kryptowährungen werden allerdings auch für Fondsgesellschaften interessant. Wo die Reise in diesem Segment hingeht, lässt der Pionier TOBAM Bitcoin Fund erahnen.

Bitcoin Blockchain

Blockchain-Modelle werden immer beliebter – ein faires System oder nur ein unsinniger Hype? © geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Fazit: Der Hype um Kryptowährungen geht weiter

Kryptowährungen wie der Bitcoin haben in den letzten Monaten Goldgräberstimmung ausgelöst. Aus Angst, den Trend und Gewinne zu verpassen, haben Investoren in den letzten Wochen immer stärker die Währungen nachgefragt. Ende Dezember dann ein erster Schock – als der Bitcoin-Kurs deutlich nachgab. Für 2018 ist damit zu rechnen, dass Kryptowährungen weiter den Kurs angeben. Ob sich der Bitcoin gegen die Konkurrenz wird behaupten können, bleibt abzuwarten.

Gerade die technischen Rahmenbedingungen scheinen dessen Entwicklung langsam Grenzen zu setzen. Mögliche Nachfolger mit einer grösseren Skalierbarkeit stehen bereits in den Startlöchern. Anleger, die sich hier engagieren wollen, müssen allerdings starke Nerven mitbringen. Denn bei den Kryptowährungen geht es schnell nach oben – aber auch fix nach unten.

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