Ist die Bitcoin-Blockchain sicher?

Ist die Bitcoin-Blockchain sicher?

by September 22, 2020
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Mithilfe der Blockchain werden Daten nicht nur dezentral, sondern ebenfalls sicher gespeichert. So ist es etwa möglich, dass zwei oder mehr Parteien, die nicht voneinander überzeugt sind oder Bedenken hinsichtlich des Vertrauens haben, Informationen miteinander teilen können, die gesichert vor Manipulationen sind. Am Beispiel von Bitcoin wird schnell klar, wie die Sicherheit der Daten ermöglicht wird.

Die Kryptowährung Bitcoin ist gefragt. Jedoch sehen in ihre viele lediglich ein Mittel zur Investition. Sie versuchen also, Bitcoin zu kaufen und diese dann nach einer Wertsteigerung wieder zu verkaufen. Die Grundlage ist in diesem Fall der aktuelle Bitcoin Kurs, der an der Tauschbörse für ein gutes Geschäft sorgen kann. Bitcoin selbst aber basiert auf der Blockchain-Technologie. Dabei handelt es sich um die Gesamtheit aller Transaktionen, die seit Beginn auf der Bitcoin Blockchain durchgeführt worden sind.

Wenn man so will, handelt es sich bei der Bitcoin Blockchain also um eine Art Haushaltsbuch, in das sämtliche Beträge eingetragen werden. Allerdings wird dieses „Haushaltsbuch“ dezentral gespeichert. Das bedeutet, dass es zur Sicherheit auf den weltweit im Netzwerk existierenden Rechnern gespeichert wird.

Wird nun eine Transaktion durchgeführt, findet zum einen eine Überprüfung statt, ob die BTC beim Sender vorhanden sind und im Anschluss wird die Zahlung verifiziert. Dabei stimmen sämtliche gespeicherten „Haushaltsbücher“ mit ihren Daten überein. Dieser Vorgang wird im Fall von Bitcoin als „Consensus Protokoll“ bezeichnet. Diejenigen, die im Netzwerk die Daten verarbeite und validieren, packen diese als Blöcke zusammen und hängen sie an der vorherigen Blockchain an. Dafür erhalten sie eine Gebühr sowie Bitcoins, da neue Blocks erstellt wurden.

Um zu beweisen, dass diese Verarbeitung stattgefunden hat, wird ein Hash generiert. Dabei handelt es sich um eine einzigartige kryptografische Zahl. Diese wiederum wird vom Netzwerk geprüft und anschließend von allen Rechnern, die im Netzwerk tätig sind, als neuer Block, oder um beim Beispiel Haushaltsbuch zu bleiben, als neue Seite hinzugefügt. Bei den Hashes kommt allerdings noch eine Besonderheit hinzu. Denn der generierte Block enthält zudem den Hash des vorherigen Blocks. Würde nun jemand versuchen, einen Block zu manipulieren, würde auch alle Darauffolgenden geändert werden müssen. So sorgt die Bitcoin Blockchain dafür, dass die Funktionsweise absolut manipulationssicher ist.

Insofern geht die größte Gefahr für Nutzer von Bitcoin von Hackern aus. Diese greifen nicht die Bitcoin Blockchain selbst, sondern die Verbindungsschnittstellen an. So sind das Hauptziel üblicherweise Online-Wallets oder Kryptobörsen. Also die Orte, an denen die „Privat Keys“ gespeichert werden. Denn wer im Besitz dieser ist, hat die Kontrolle über die mit ihnen verbundenen Bitcoin. Um solchen Attacken entgegenzuwirken, ist das beste Mittel, die Kryptowährungen offline zu lagern, indem etwa ein Hardware-Wallet verwendet wird.

Somit kann festgehalten werden, dass die Bitcoin Blockchain aufgrund der langen Zeit, die sie bereits aktiv ist, sowie durch die hohe Anzahl der Nutzer als sehr sicher gilt. Ein Punkt, der für jüngere Kryptowährungen nicht zwingend zutrifft. Denn diese sind anfangs noch sehr zentralisiert und ebenso sind die Teilnehmer im Netzwerk begrenzt. Das macht sie anfälliger für Manipulationen und die Sicherheit kann somit nicht immer gewährleistet werden.

Allerdings ist die Blockchain-Technologie selbst erst etwas älter als 10 Jahre. Insofern wird es in der Zukunft und mit voranschreitendem Fortschritt auch in der jungen Technologie noch deutlich sicherere Entwicklungen geben.

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