Sechs der Forbes Top-50 Fintech-Unternehmen setzen auf Blockchain

Sechs der Forbes Top-50 Fintech-Unternehmen setzen auf Blockchain

by May 6, 2020
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Dank der zunehmenden Digitalisierung in aller Welt kommt einer Branche eine immer größere Bedeutung bei der Organisation des öffentlichen Alltags zu: der Fintech-Industrie. Seit 2016 veröffentlicht das renommierte Wirtschaftsmagazin Forbes eine jährliche Liste, auf der die interessantesten 50 Fintech-Unternehmen erscheinen. Unter ihnen befanden sich 2020 sechs Unternehmen, die mit Blockchain-Technologie arbeiten.

Längst mehr als nur Kryptowährungen

Quelle: Pixabay

Wenn Forbes eine Top-50-Liste veröffentlicht, schauen die betroffenen Branchen ganz genau hin, so auch in der Fintech-Industrie. Auf dieser Liste der 50 Top-Firmen werden die besten Privatunternehmen in den Mittelpunkt gestellt, die die Finanzindustrie durch technologischen Fortschritt maßgeblich beeinflussen.

Sechs der genannten Unternehmen beschäftigen sich dabei mit der Blockchain, die erstmals 2009 durch Kryptowährungen Anwendung fand. Eine Kryptowährung wie Bitcoin setzt auf ihren dezentralen Aufbau und zeichnet sämtliche Daten gemeinschaftlich auf. Transaktionen werden in den Blocks gespeichert, die in Form einer endlosen Kette aneinandergehängt werden. Dennoch hat sich die Blockchain-Technologie längst insofern weiterentwickelt, als dass sich diverse Branchen die Vorteile zunutze machen.


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Die Liste der Blockchain-Unternehmen beginnt mit Axoni aus New York City. Axoni wurde von Greg Schvey und Jeff Schvey gegründet, die sich bereits zuvor mit einem Dienstleister für Bitcoin-Händler beschäftigten. Axoni bewegt sich freilich in eine andere Richtung und nutzt einen Großteil der vorhandenen Mittel in Höhe von 59 Millionen US-Dollar für eine Überarbeitung der Finanzmarkt-Infrastruktur.

Insbesondere das Trade Information Warehouse von DTCC, das Derivate rund um die Welt nachverfolgt, veranschaulicht dies. Mit Goldman Sachs, der Citygroup und einigen weiteren Banken bauten Unternehmen eine neue Infrastruktur für Equity Swaps auf Basis der Axoni-Technologie. Laut PitchBook liegt der Wert von Axoni bei mittlerweile 171 Millionen US-Dollar.

Diese Unternehmen befinden sich auf der Forbes-Liste

Quelle: Pexels

Neben Axani haben sich fünf weitere Blockchain-Unternehmen einen Platz auf der Forbes-Liste gesichert. Zu diesen gehört auch Chainalysis. Hierbei handelt es sich um eine Software, die Finanzinstituten dabei hilft, die Akteure zu ermitteln, die Kryptowährungen für unerlaubte Tätigkeiten nutzen. Mit dem dazugehörigen Programm soll es für die Verantwortlichen einfach möglich sein, einen tiefen Einblick in Transaktionen zu erhalten.

Ebenfalls im Krypto-Umfeld aktiv ist Coinbase. Es handelt sich dabei um eine digitale Währungs-Wallet und eine Plattform, auf der Kryptowährungen käuflich zu erwerben sind. Sie wurde bereits 2012 gegründet und ist eine der größten Plattformen der Welt. Auch Ripple wurde ursprünglich durch die gleichnamige Kryptowährung bekannt, arbeitet aber längst mit bekannten Banken wie Santander zusammen, um grenzüberschreitende Transaktionen deutlich schneller und günstiger zu machen.
Die letzten zwei Unternehmen, denen der Sprung auf die Liste gelang, sind Maker DAO und Everledger. Beim ersten Start-up handelt es sich um den Entwickler des Stablecoins Dai, der sowohl von Einzelpersonen als auch Unternehmen genutzt werden kann. Maker DAO hat ein gesamtes Ökosystem für den Coin kreiert, das von den Forbes-Experten als besonders zukunftsträchtig erachtet wurde. Everledger ist in der Diamantenproduktion tätig und ermöglicht die Nachverfolgung von der Mine bis zum Endkunden, um den zunehmend strengeren Auflagen gerecht zu werden. Die Kombination aus Blockchain, KI, IoT und Nanotechnologie sorge nach Aussage des Unternehmens für eine besonders sichere Plattform mit hoher Privatsphäre.

Nachdem Investoren bereits 2019 über 53 Milliarden US-Dollar in die Fintech-Start-ups dieser Welt investiert haben, wird sich die Entwicklung in den kommenden Jahren wahrscheinlich noch verstärken.

 

Featured image: Pixabay

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