Die Grundlagen des CFD-Handels

Die Grundlagen des CFD-Handels

by August 22, 2017

Die meisten Menschen haben schon einmal vom Forex (Foreign exchange market) gehört. Natürlich ist es auch beim Devisenmarkt wie bei jeder anderen Investition – Gewinne sind nicht immer garantiert. Doch im Vergleich zu vielen anderen Märkten lassen sich die Grundlagen relativ schnell erlernen, sodass man leicht Zugriff auf den Markt bekommt.

Devisen können in einem bestimmten Zeitfenster gehandelt werden. Währungspaare werden zu einem Kurs gehandelt, welcher Auskunft über den aktuellen Wert einer Währung gibt. Mit zu den Marktteilnehmern gehören sowohl Banken und Kreditinstitute als auch eine steigende Zahl von privaten Anlegern.

Image:forex via Pixabay

Der Devisenmarkt ist der grösste Finanzmarkt der Welt, doch Investoren können hier nur mit Währungen handeln. Es gibt also nicht so viele Möglichkeiten seine Investitionen zu streuen. Aus diesem Grund interessieren sich immer mehr Menschen für den CFD-Handel.


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Was sind CFDs?

CFD steht für Contract for Difference (Differenzkontrakt). Es handelt sich bei ihnen um Derivate. Diese Derivate stammen ursprünglich aus dem Sektor des Investmentbankings. Banken entwickelten CFDs in den 1980er Jahren in London, um die dortige Stempelsteuer umgehen zu können.

Derivate gibt es auf sogenannte Underlyings, auch Basiswerte genannt. Dazu gehören unter anderem Aktien, Devisen und auch Rohstoffe.

Anleger möchten, wie auch beim Aktienhandel, für so viel Geld wie möglich verkaufen, doch es gibt einige grundlegende Unterschiede. Beim Aktienhandel kauft man einen Anteil an einem Unternehmen. Auch bei Investitionen in Rohstoffe kauft man meist physische Münzen oder Barren. Bei CFDs ist das anders. Underlyings werden nicht physisch besessen, sondern mit ihnen handeln Sie auf die Kursdifferenz des Basiswertes. CFDs lassen sich also mit einem Börsenwettschein vergleichen.

Sie können beispielsweise sowohl auf einen steigenden als auch auf einen fallenden Kurs setzen. So könnten Sie zum Beispiel auf einen fallenden DAX wetten und trotzdem einen Gewinn machen, sollte dieser tatsächlich sinken. CFD-Trading lockt vor allem mit seinen niedrigen Investitionskosten. Normalerweise zahlt man als Investor ca. 10 Prozent der gehandelten Summe, quasi auf Kredit. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Käufer oftmals Finanzierungszinsen aufbringen müssen.

Da CFDs ausserbörslich gehandelt werden, müssen Sie sich nicht wie beim Forex-Handel an bestimmte Handelszeiten halten. Zudem sind Sie der Hebel-Wirkung stark ausgesetzt. Es ist also möglich, innerhalb von sehr kurzer Zeit sehr grosse Gewinne, oder aber auch Verluste zu machen.

Einige Tipps für Einsteiger in den CFD-Handel

Wer das erste Mal in CFDs investiert, der sollte auf bekannte Basiswerte, wie zum Beispiel den DAX oder europäische/amerikanische Blue Chips setzen. Bei Rohstoffen bieten sich Gold und Öl an.

Mit CFDs können Sie viel gewinnen, aber auch viel verlieren. Anfänger sollten damit beginnen, mit niedrigem oder gar keinem Hebel zu investieren. Sorgen Sie ausserdem dafür, dass Sie zu jedem Zeitpunkt genug Geld (Cash) auf Ihrem CFD-Konto haben. Natürlich sollte auch der CFD-Anbieter Ihrer Wahl vertrauenswürdig sein.

CFD-Trading kann für Anleger eine äusserst lukrative Investition sein, wenn man sich ein bisschen auskennt. Doch bevor man in den Handel mit den Derivaten einsteigt, sollte man sich genau informieren, um eine kluge Wahl zu treffen, andernfalls kann man mit CFDs auch ganz schnell ein riesiges Verlustgeschäft machen. Risiken gibt es bei jeder Investition, doch sollten diese bereits im Voraus genau kalkuliert worden sein.

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