Geld Verdienen an der Börse – Leicht Gemacht?

Geld Verdienen an der Börse – Leicht Gemacht?

by December 20, 2018

Wir alle möchten reich, schön, schlank, jung, dynamisch und erfolgreich sein. Sind das die wahren Werte, die im Leben zählen?

Natürlich verfolgt jeder von uns Menschen ein Ideal. Dabei ist Reichtum genau das Wort, das für viele elementar ist. Schliesslich können wir uns mit Geld so vieles leisten, was das Leben erheblich erleichtert, oder?

Derzeit befinden wir uns in einer „Welt ohne Zinsen“. Diese Talsohle in Sachen Zinsen auf dem Bankkonto hält nun schon über Jahre hinweg an. Was wird nur die Zukunft beim Thema Zinsen bringen? Aller Voraussicht nach werden die Zinsen auch die nächsten Monate nicht ansteigen.


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Egal, ob man auf den europäischen Markt blickt oder die Zinsen in Asien oder in den USA betrachtet – die Aussicht auf steigende Zinssätze ist gering. Warum? Die Zinsen gelten weltweit als Wirtschaftsmotor Nummer eins. Sind die Zinsen niedrig, kurbelt das die Wirtschaft an. Genau um den weltwirtschaftlichen Wirtschaftswachstum aufrecht zu erhalten, ist es sinnvoll, die Zinsen auf einem niedrigen Level zu halten.

Wie also soll man zu Reichtum und Geld kommen, wenn die Bank nahezu keine Zinsen auf sichere Anlageformen bezahlt? Richtig – das Zauberwort für viele Verbraucher heißt: Börse! An der Börse kann man Aktien kaufen, diese Werte versprechen gute Renditen und eine ansprechende Performance auf Dauer! Doch – ist es wirklich so einfach, mit Aktien Geld zu verdienen? Sind Optionsscheine nicht aussichtsreicher und was sollte der Verbraucher dabei beachten? Wir gehen der Sache auf den Grund.

Aktien – Beteiligungen an Unternehmen

Aktien sind nichts anderes als Unternehmensbeteiligungen. Sie können sich das so vorstellen: Ein grosses Unternehmen wie Siemens, BASF, Deutsche Bank oder EON ist ein riesengrosses Haus. Sie kaufen sich daran einen winzigen Ziegelstein und beteiligen sich somit an diesem Unternehmen. Jeder Aktionär nimmt an den Erfolgen des Unternehmens teil, muss jedoch auch die Misserfolge mittragen.

Woran erkennt man schnell, wie gut oder schlecht die Firma, an der sich der Aktionär beteiligt, arbeitet? Das sieht der Verbraucher schnell an den fallenden oder steigenden Kursen, die an der Börse des Aktienunternehmens notiert sind. Allerdings ist es oft schon zu spät, wenn der Aktionär die Kurse steigen sieht: Das zeigt, dass das Unternehmen sehr erfolgreich war. Geht das Unternehmen pleite oder weist keinerlei gute Wirtschaftszahlen vor, sinken die Kurse. Der Aktionär ärgert sich.

So sieht jeder Verbraucher sehr schnell: Die Aktienbeteiligung ist keinesfalls die „eierlegende Wollmilchsau“, bei der nur verdient werden kann. Aktienkurse fallen oder steigen – das ist normal. Die Schwankungen an der Börse werden in der Volatilität ausgedrückt. Je volatiler ein Aktienwert, desto mehr Risiko geht der Investor ein.

Dividendenzahlungen – der Zins der Aktie

Ganz hervorragend – viele Aktiengesellschaften bezahlen einmal im Jahr die sogenannte Dividende aus. In dieser Zahlung erhält der Aktionär automatisch die Gewinnbeteiligung. Meist wird die Ausschüttung des Gewinnes in der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft vereinbart, die einmal im Jahr stattfindet. Jeder Aktionär darf sogar selbst daran teilnehmen, wenn er das möchte.

In den meisten Fällen wird allerdings eine Person bevollmächtigt, die das Stimmrecht an der Hauptversammlung für Unternehmensentscheidungen ausübt. Wie hoch ist die Dividendenausschüttung die letzten Jahre von Aktiengesellschaften? Wie auch bei der Kursentwicklung kommt es hierbei auf folgendes an: Je besser die Aktiengesellschaft wirtschaftet, desto höher in der Regel auch die Ausschüttung der Dividende an den Aktionär. In diesem Portal findest Du mehr zum Thema:Anbieter nextmarkets.com

Die Dividendenrendite von guten, soliden, deutschen Unternehmen, die im DAX notiert sind, war die letzten Monate in der Regel sehr lukrativ. Im Verhältnis zum Einstiegskurs bzw. zum Aktienkurs stellte sich die Rendite der Dividende nicht selten mit ca. 3-4 % dar. Alleine schon wegen dieser Ausschüttung, die einmal im Jahr aufs Konto überwiesen wird, lohnt es sich, den guten Zins mitzunehmen und in Aktien zu investieren. Allerdings ist die Zahlung der Dividende keine Garantie und kann auch das ein oder andere Jahr einmal komplett entfallen.

Fakt ist: Der Charme einer Aktienanlage liegt vor allem in den entstehenden Kursgewinnen. Die Dividende ist das „Sahnehäubchen“ , das jeder Aktionär als Bonus sehr zu schätzen wissen sollte.

Sind Optionen, Futures und Optionsscheine nicht lukrativer als Aktien?

Diese Arten von Finanzgeschäfte kann man kurz als Termingeschäfte zusammenfassen. Wer Termingeschäfte eingeht muss wissen: Zu einem bestimmten Termin können diese Anlageformen komplett verfallen. Wenn die Wertanlagen dann ausgebucht werden, hat der Anleger alles verloren und keinerlei Chance mehr auf steigende Kurse. Das ist bei Aktien anders. Firmen werden übernommen, die Aktiengesellschaft umbenannt. Die Beteiligung ist selten von heute auf morgen völlig wertlos.

Bei Optionsscheinen wird der Erfolg (aber auch der Misserfolg) des Unternehmens gehebelt. Was heisst das? Je nach Produktausstattung partizipiert der Anleger in vielfacher Form (nicht nur 1-1 wie am Aktienwert) an dieser Art von Termingeschäft. Das erhöht das Risiko sehr erheblich. Fällt der Kurs eines Aktienwertes zum Beispiel um 2 %, kann das Hebelprodukt sehr schnell um 4-8% fallen. Umgekehrt gilt es natürlich auch bei Gewinnen. Somit kann bei Optionsscheinen auch schnell sehr viel Geld verdient werden.

Für diese Art von Spekulationsgeschäften sollten sich alle Anleger allerdings sehr gut auskennen. Jeder Investor müsste die Kurse der Terminpapiere wirklich täglich verfolgen oder sogar jeden Tag live vor dem Computer sitzen, um zu traden und mit den Papieren zu handeln. Viele Börsianer machen sich diese Art von Geldanlagen zum Hobby.

Für den „Otto-Normal-Verbraucher“ sind Termingeschäfte meist nichts, womit sich dauerhaft gut und tief schlafen lässt. Mit dieser Art von Papieren kann man auch auf steigende Währungen wie US Dollar oder fallendes Gold setzen. Optionsscheine sind also die Geldanlage für große Spekulanten, die vollumfänglich wissen, worauf sie sich einlassen. Hierbei ist eine besondere Termingeschäftsfähigkeit bei Depoteröffnung zu unterschreiben.

Fakt ist: Wer auf den schnell verdienten Euro baut und damit Geld generieren will, kann mit dieser Art des „Spiels der Geldanlage“ durchaus schnell sein Geld vermehren oder vernichten.

Sind Aktienfonds sicherer als der Kauf von Einzelwerten?

Wie heisst es so schön an der Börse? Nicht alle Eier in einen Korb legen. Deshalb bauen viele Aktionäre darauf, keinesfalls ihr Geld in einen Einzelwert anzulegen, sondern die Investition auf viele Aktiengesellschaften zu verteilen. Wer also 20.000 Euro anlegt, sollte diese hohe Summe in viele verschiedene Unternehmen anlegen. Ein Investmentfonds streut automatisch das Geld so, dass es bestens aufgeteilt wird.  So werben zumindest viele Investmentgesellschaften. Wer streut, rutscht nicht aus. Mehr Infos zu Geldanlagen in diesem Link

Somit kann der Investor bei Investmentfonds im Vorfeld entscheiden, ob er dem deutschen, dem amerikanischen, dem asiatischen Markt oder einem anderen Umfeld vertraut. Dies sind natürlich nur Beispiele der Geldanlage in Form von Investmentfonds. Es steht jedoch fest: Der Fondsmanager übernimmt die Auswahl der Wertpapiere, an denen sich der Investmentfonds-Anteilseigner beteiligt. Hier kann der Anleger im Vorfeld nur bestimmen, auf welchen Markt er sich spezialisiert. Somit ist das Risiko durch die Streuung der Titel schon eingeschränkt. Allerdings muss der Anleger wissen: Die Märkte schwanken meist alle sehr ähnlich. Was heißt das?

Erleben wir einen Kursrutsch in Asien, zieht das meist auch die Werte in Deutschland oder in den USA mit nach unten. Die Talfahrt an der Börse ist vorprogrammiert, wenn unvorhergesehene Ereignisse die Wirtschaft und damit die Börse beeinflussen. Dieses Risiko kann auch kein Investmentfonds komplett aushebeln.

Wie sieht es in Sachen Gebühren bei Investitionen an der Börse aus?

Meist entstehen, neben Depotgebühren, auch Transaktionskosten bei Kauf und Verkauf an der Börse. Allerdings gibt es hierbei sehr große Unterschiede. Während die Filialbank meist hohe Kosten für Depot und Co verlangt, sind Direktbanken oft auch in Sachen Depot deutlich preiswerter, als jede Bank vor Ort.

Dazu kommt, dass Investmentfonds nicht an der Börse gekauft werden. Hier kauft der Investor direkt bei der Fondsgesellschaft seine Anteile ein. Diese nimmt bei Verkauf auch zum Rücknahmepreis den Anteil zurück. Somit entstehen meist keine Transaktionskosten an der Börse. Doch – Vorsicht! Viele Investmentgesellschaften verlangen hohe Ausgabeaufschläge, wenn der Verbraucher einen oder mehrere Anteile vom Fonds kauft. Nicht selten werden hier Kosten von 3 bis 5,5 % berechnet.

Diesen Ertrag muss der Anleger erst einmal erwirtschaften. Deshalb sollte man sehr genau vergleichen, welche Gebühren-Modelle die Fondsgesellschaft anbieten. Jährliche Verwaltungs- oder Erfolgsgebühren kommen noch obendrauf, all diese Preise muss letztendlich der Investor bezahlen. Dafür ist er nicht mit der Aufgabe betraut, sich um die Auswahl der einzelnen Aktienwerte zu beschäftigen und gibt diese Aufgabe den Profis ab.

Aktienanlagen bringen auf Dauer gute Renditen

Es ist schnell klar: Mit Aktien kann man auf lange Sicht Geld verdienen. Allerdings sollte man stets einen langfristigen Anlagehorizont von mindestens 6-10 Jahre mitbringen, damit sich das Geld solide vermehren kann. Jeder Investor, der auf den schnell verdienten Euro an der Börse setzt, sollte diesen Gedanken schnell aus seinem Kopf streichen. An der Börse sollte man nur „übriges Geld“ anlegen, das viele Jahre arbeiten kann.

Fazit

Man sieht sehr schnell: Die Talfahrt der Zinsen kann in Form von Wertpapieren sehr gut ausgehebelt werden. So verdient der Verbraucher gute Renditen. Die Geldanlage sollte er allerdings nicht als „eierlegende Wollmilchsau“ betrachten. Die Volatilität an der Börse muss jeder Investor aushalten. Welche Aktienwerte sind dabei für Sie genau richtig?

 

Featured image credit: Pexels

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