Die Schweiz ist führend im Handel mit digitalen Vermögenswerten

Die Schweiz ist führend im Handel mit digitalen Vermögenswerten

by April 14, 2022

Im Jahr 2021 erlebte der Kryptomarkt einen Boom. Die Marktkapitalisierung wuchs weltweit von 760 Milliarden US-Dollar auf 2.1 Billionen US-Dollar mit schätzungsweise bis zu 295 Millionen Nutzern.

Diese Entwicklungen führen zu einer neuen Dynamik bei den Ausführungsplätzen für den Handel. Der neue «Crypto Trading Report 2022» von Finery Markets und PwC Schweiz bietet einen Überblick über die gegenwärtige Handelsumgebung und analysiert die wesentlichen Faktoren mit Einfluss auf die Auswahl von Handelsplätzen.

Die Schweiz wird als führendes Land im Handel mit digitalen Vermögenswerten angesehen
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass der richtige Finanzplatz von entscheidender Bedeutung ist. Länder, die ein positives Umfeld für digitale Vermögenswerte fördern und von restriktiven Vorschriften absehen, dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Drehscheiben für den Handel mit digitalen Vermögenswerten werden. Unterdessen zählt die Schweiz zu den weltweit führenden Ländern, wenn es um institutionelle Anleger:innen geht, die in digitale Vermögenswerte investieren und Lizenzen in ihrem Sitzland halten.


Onespan
Jean-Claude Spillmann

Jean-Claude Spillmann

«Die Schweiz hat sich bezogen auf Handelsplätze für digitale Vermögenswerte zu einem der weltweit vorteilhaftesten Länder entwickelt. Ausschlaggebend hierfür sind die dort robusten rechtlichen Rahmenbedingungen, die gezielt eingeführt wurden, um ein hohes Mass an Rechtssicherheit für DLT-basierte Geschäftsmodelle zu gewährleisten. Dank dieser günstigen Bedingungen kann man sich hier die jeweiligen Besonderheiten, eine technologieneutrale und zugängliche, aber dennoch strenge Finanzaufsicht, ein stabiles und sicheres politisches Umfeld sowie die Erfahrung und den Ruf eines seit vielen Jahrzehnten führenden globalen Finanzplatzes und nicht zuletzt einen umfassenden Pool an gut ausgebildeten internationalen und lokalen Talenten zunutze machen.»

Dr. Jean-Claude Spillmann, Director bei PwC Legal Schweiz.

Der Kryptomarkt muss sich weiterentwickeln

Einiges spricht für eine vermehrte Einführung von Kryptowährungen. So zeigen etwa traditionelle Akteure am Finanzmarkt ein immer stärkeres Interesse an Krypto-Vermögenswerten. Von den Umfrageteilnehmer:innen handeln bereits 70 % mit digitalen Assets. Allerdings gaben 60 % an, dass sie gerne ihr derzeitiges Trading Setup verbessern würden, was darauf hindeutet, dass der Markt noch nicht ausgereift ist. Erkennbar wird dies auch an der Anzahl der Handelspartner:innen.

Unter den institutionellen Teilnehmer:innen nutzen 9 % nur einen einzigen Handelsplatz für die Ausführung, wohl um das Risiko eines Einzelausfalls gleichmässig zu verteilen. Mehr als 25 % der Umfrageteilnehmer:innen haben mehr als zehn Handelspartner, was einen stark fragmentierten Markt sowie Konsolidierungsbedarf vermuten lässt. Bei der Wahl einer Börse sind für mehr als zwei Drittel die Qualität der Ausführung und Liquidität als Kriterium ausschlaggebend. Was die Instrumente für den Kryptohandel betrifft, so handeln 96 % der Befragten auf den Kassamärkten. Die Mehrheit kombiniert dieses Instrument jedoch mit anderen, beispielsweise mit Futures oder Optionen.

CEX bleibt dominierender Handelsplatz

Derzeit stehen Nutzern mehr als 18’000 Währungen über mehr als 400 Börsen zur Verfügung. Das monatliche Handelsvolumen variiert dabei erheblich. Die meisten Investitionen wurden im Bereich von weniger als 10 Millionen US-Dollar getätigt. Allerdings zeigt die Studie eine Tendenz hin zu steigenden Beträgen, wobei Anleger:innen mehr als 10 Millionen US-Dollar in Krypto-Vermögenswerten handeln. Bei der Auswahl des Handelsplatzes für digitale Vermögenswerte dürften alle Anleger:innen transaktionsspezifische Faktoren in Erwägung ziehen. 90 % der Umfrageteilnehmer:innen handeln auf zentralisierten Börsen (CEXs) und rund die Hälfte im Freiverkehr (OTC). Bei grösseren Volumina gilt die OTC-Variante als am effektivsten. Trotz der regulatorischen Unsicherheit handeln ganze 30 % der Umfrageteilnehmer:innen auch auf dezentralen Börsen (DEXs).

Konstantin Shulga

Konstantin Shulga

Konstantin Shulga, CEO von Finery Markets, meint hierzu:

«Der Aufbau eines Trading Setups ist für die langfristige betriebliche Effizienz von ausschlaggebender Bedeutung. Bei Finery Markets freuen wir uns, Teil der Research-Bemühungen zu sein, mit denen Institutionen geholfen werden soll, sich im fragmentierten Handelsumfeld für digitale Vermögenswerte zurechtzufinden».

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