Licht ins Dunkel des FinTech-Verband-Dschungels

Licht ins Dunkel des FinTech-Verband-Dschungels

by September 4, 2016
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Menschen die in ähnlichen oder gar denselben Geschäftsfelder tätig sind, versuchen sich früher oder später zu Interessengruppen, Gilden oder auch Verbänden zu formieren.

Obwohl man vielleicht in direkter oder indirekter Weise in Konkurrenz zueinander steht überwiegen die Vorteile einer gemeinsamen Organisation bzw. einer gemeinsamen Stimme in den meisten Fällen. Denn ein solcher Zusammenschluss eignet sich hervorragend für den gemeinsamen Erfahrungsaustausch oder auch, um politisch gemeinsam eine hörbarere Stimme zu haben als jede Person bzw. Unternehmen für sich alleine.

Auch in der aktuellen FinTech-Welt ist das nicht anders. Zwar zeigt sich ein sehr heterogenes Bild. Wenn man sich jedoch die Ziele und Motivationen der einzelnen Verbände genauer ansieht, ist dennoch eine gewisse Überschneidung von Zielen bei gewissen Verbänden ersichtlich.

Nichtsdestotrotz ergänzen sich die Meisten – nicht alle – meines Erachtens ganz gut, denn gewisse legen den Hauptfokus auf internationale Vernetzung, Crowdfunding oder Bitcoins und andere wiederum orientieren sich generisch an Startup, wobei dort natürlich auch FinTech Startups vertreten sind.

Es wurden erst unlängst einige Stimmen laut, welche sehr erstaunt über die inflationäre Zunahme von FinTech-Verbänden waren und sich fragten, ob nicht auch auf Verbandsebene mehr Zusammenarbeit oder vielleicht gar weniger Verbände für die kleine Schweiz nicht besser und zukunftsträchtiger wären.

Ich muss gestehen, ich hatte den Überblick über die Verbände – bis zum Schreiben dieses Beitrags – auch etwas verloren. Ich kannte zwar noch alle Verbände, doch wusste ich nicht mehr wer hinter welchem Verband steht, welche Unternehmen dahinterstehen und was der Zweck der jeweiligen Verbände ist. Zu diesem Thema werde ich nun hoffentlich etwas Licht ins Dunkel bringen, damit ihr euch ein eigenes Bild machen und eine eigene Meinung über die aktuelle Verbandssituation bilden könnt.

Swiss Finance Startups

Swiss Finance Startups ist im Bereich der FinTech Verbände der wohl bekannteste Verband, weil er es seit der Gründung geschafft hat, viel positive Aufmerksamkeit für FinTech Startups zu erregen und sich dadurch auch zum ernstzunehmenden und professionellen Sprachrohr der FinTech Startup-Szene gemausert hat.

VerbandsformVerein
GründungMai 2014
Board-MembersChristina Kehl (SFS), Urs Haeusler (DealMarket), Gian Reto à Porta (Contovista) und Thomas Brändle (RunMyAccounts)
Advisory BoardAndreas Kubli (UBS), Patrick Baumberger (Raiffeisen), Jan Schoch (Leonteq), Johannes Höhener (Swisscom)
Topic-AdvisorMaximilian Straub (McKinsey), Marcel Stauch (Glarner Kantonalbank), Andreas Dietrich (IFZ), Peter Gassmann (AdNovum), Markus Waser (Finnova)
Anzahl Mitglieder78
Kosten MitgliedschaftMitgliedschaft Startup Member 100 CHF/Jahr, Partner nach individueller Vereinbarung
Leistung für MitgliederSFS als Sprachrohr der Startups verstärkte Medienpräsenz, Vertreten der Startup-Belange gegenüber Politik und gegenüber grosser Unternehmen auf dem Finanzplatz

Zugang zu einem grossen Netzwerk nicht nur zu anderen Startups, sondern vor allem auch zu potentiellen grossen Partner auf dem Finanzplatz

Teilnahme sowie Mitwirkung an SFS- und Partner-Events
SFS Arbeitsgruppen
(Startups werden als gleichberechtigte Gesprächsteilnehmer platziert)

Partner Offerings SFS-Startups erhalten Zugang zu speziellen stark vergünstigten und teilw. kostenfreien Angeboten, darunter z.B. Headhunter-Services, Unternehmensberatung, Versicherungspakete, Legal Advice, etc. (dieser Bereich wird derzeit noch stark ausgebaut)

SFS als Plattform Startups werden auf dem Blog, in sozialen Kanälen sowie im Netzwerk-Newsletter gefeatured

Stimme bei regulatorischen Fragen
Regelmässige Promotions von Partnerorganisationen
(bspw. Vergünstigte Messe-/Event-Tickets)
Zweck/ZielDie Schweizer Wirtschaft und damit die Zukunft der Schweiz fussen mit nicht unwesentlichem Anteil auf einem erfolgreichen Finanzsektor. Dieser Sektor sieht sich aufgrund der voranschreitenden weltweiten Digitalisierung grossen Veränderungen gegenüber - schon in naher Zukunft wird es keinen erfolgreichen Finanzplatz ohne FinTech geben. Der SFS ist überzeugt, dass Investitionen in FinTech, gleichbedeutend sind mit Investitionen in die Zukunft der Schweiz und dafür setzen sie sich aktiv ein. FinTech-Innovationen wiederum werden derzeit nicht ausschliesslich aber vor allem von Startups getrieben. Diese kleinen agilen Einheiten sind das Rückgrat der heutigen FinTech-Szene, aber ein einzelnes Startup hat weder eine hörbare Stimme noch eine Lobby und eben hier sieht der SFS sein Mission. Sie sind die gemeinsame Stimme der FinTech-Startups im Sinne eines zukunftssicheren gesamtschweizerischen Finanzplatzes.
Grösste Erfolge seit der GründungMai 2014 - Gründung von 4 Gründer-Startups

Februar 2015 Erste grosse Corporation steigt als Partner ein (Swisscom)

August 2015 Erstes Politpanel, SFS-Startups bekommen erstmals eine Plattform, um gemeinsam mit Politik und Wirtschaft öffentlich zu debattieren

Oktober 2015 Umsetzung einer grossen FinTech Studie in Zusammenarbeit mit Roland Berger

Mai 2016 Swiss Fintech & Digitization Day mit Unterstützung des Bundespräsidenten Johann N. Schneider-Ammann und der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, SwissFintechDay SFS überreicht Forderungskatalog zur Verbesserung der Startup-Situation an den Bundesrat

Mai 2016 Gründung einer Geschäftsstelle mit einem operativen Team

Juni 2016 Verkündung grosser Partnerschaften (UBS, Raiffeisen, Leonteq), die eine operative Arbeit ermöglichen. Weiterhin verstärkter Startup-Fokus

Juli 2016 Lancierung der sogenannten Partner Offerings für Mitglieder-Startups -> echte Unterstützung von Startups durch vergünstigte Leistungen seitens SFS-Partnern (Recruiting-Services, Unternehmensberatung, IT-Services, Legal Advice, Versicherungspakete, etc. - noch im Aufbau)

Juli 2016 Lancierung von Arbeitsgruppen: Zusammenarbeit von Startups & Corporations als gleichberechtigte Partner in Fragen bezüglich des Finanzplatzes (regulatorische Fragen, etc.)

Juli 2016 Vorkonsultation: SFS reicht nach Mitgliederbefragung ein umfassendes Paper an EFD & SECO, die in ihrer AG FinTech an einem verbesserten regulatorischen Rahmen für FinTech-Startups arbeiten

August 2016 FinTech meets Kantonalbank, gemeinsames Projekt in Zusammenarbeit mit dem VSKB. Ziel ist Stärkung der Zusammenarbeit von FinTech-Startups und Schweizer Kantonalbanken.

Oktober 2016 Zweites Politpanel in Bern (mehr Info TBA)

Global FinTech Association

Durch die Globalisierung wachsen wir alle in vielen Belangen weltweit etwas näher zusammen und genau diesem Fakt trägt die Global FinTech Association Rechnung. FinTech Startups in der Schweiz einen optimalen Nährboden zu bieten ist wichtig – aber dieser Aufgabe widmet sich bereits der SFS sehr stark – die internationale Orientierung hingegen, ist eine ebenso wichtige Aufgabe, welche einerseits den internationalen Austausch unter den Startups fördern soll und andererseits den Startups helfen soll, international skalieren zu können und/oder Zugriff auf internationales Funding zu haben und genau daran knüpft die Global FinTech Association an.

VerbandsformVerein
GründungJanuar 2016
Board-MembersJan Schoch (Leonteq), Christina Kehl (SFS)
Advisory BoardMike Taormina (CU Lending Exchange), Roger Ying (Pandai), Enrique Quemada (ONEtoOne Corporate Finance)
Anzahl Mitglieder14
Kosten MitgliedschaftJahresgebühr für FinTechs ist CHF 100. Erste Gebühr fällt im 2017 an.
Leistung für MitgliederNetworking And Learning Liaise with members, experts, like-minded people and other FinTech stakeholders and exchange ideas globally

Collaborative Offering Develop, offer and market services to clients in a coordinated manner. Reap network effects and capitalize on enhanced interoperability.

Financing Tap into GFA’s network of Angels, VCs and investors to fuel your business’ growth

Stakeholder Dialogue Make your ideas heard. GFA to become the main point of contact for journalists, international FinTech regulators.
Zweck/ZielThe digital revolution of the financial services industry is in full swing and will change client experiences and processes forever.

We created the GFA to coordinate the industry’s needs and challenges on a global scale in order to achieve true global impact and to jointly advance the global FinTech ecosystem.
Grösste Erfolge seit der GründungJanuar 2016 Lancierung der GFA an von GFA/ Leonteq organisierter internationaler FinTech-Konferenz in ZH im Bogen F mit ca. 120 Teilnehmern und Rednern aus den wichtigsten FinTech Hubs weltweit

Juli 2016 FinTech-Vorkonsultation (Analog SFS): GFA reicht in Abstimmung mit anderen Parteien im Ökosystem ein umfassendes Paper an EFD & SIF, die in ihrer AG FinTech an einem verbesserten regulatorischen Rahmen für Fintech-Startups arbeiten

Juli 2016 Erste internationale Kooperationen Next Money vereinbart

Partnerschaften SFS, Swiss Fintech Innovations, Swiss Innovation Valley und InnMind

Swiss FinTech Innovations

Dieser, von der Finanzbranche gegründete, Verband hat sich zum Ziel gesetzt, die Schweiz zum international führenden Zentrum für Digitalisierung und Innovationen im Finanzbereich zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, bauen sie Brücken zwischen ihren Mitgliedern, der Forschung und Wissenschaft, den Startups, dem Regulator, den staatlichen Organisationen, den Innovation Hubs und den Venture Capitalists und Angels.

VerbandsformVerein
GründungMärz 2016
Board-MembersDaniel Heinzmann (Zürcher Kantonalbank), Rudolf Kurtz (Raiffeisen), Marco Abele (Credit Suisse), Lamine Brahimi (Lombard Odier), Thorsten Hens (Swiss FinTech Innovation Lab), Matthias Müller (SIX Group), Christof Naef (Bank Vontobel), Daniela Maag (Helvetia Versicherungen), Fabian Müri (Swiss Life), Marianne Wildi (Hypothekarbank Lenzburg), Volker Schmidt (CSS), Lorenz Hänggi (Axa Winterthur)
Advisory BoardAbraham Bernstein (Universität Zürich), Christian Bretscher (Zürcher Bankenverband), Oliver Gassmann (HSG), Eva May (Standortförderung Kanton Zürich), Gian Reto à Porta (Swiss Finance Startups), Regine Sauter (Zürcher Handelskammer), Florian von Wangenheim (ETH), Prof. Andreas Dietrich (HSLU/IFZ), Prof. Hans Brunner (ZHAW), Edouard Cuendet (Fondation Genève Place Financière)
Anzahl Mitglieder11
Kosten MitgliedschaftCHF 30'000
Leistung für MitgliederDie Leistungen sind im Einklang mit der Erreichung der Ziele des Verbandes

- Es gibt Arbeitsgruppen in denen Themen bearbeitet werden, welche für ihre Mitglieder hoch relevant sind. In diesen Arbeitsgruppen arbeiten auch Startups mit, sodass ein offener Austausch zwischen ihren Mitgliedern und den Startups gelebt werden kann.

- Für Startups bieten sie eine Ansprechstelle, die sie unterstützt und den Zugang zu ihren Mitgliedern ermöglicht, um auf Anhieb, bei ihren Mitgliedern, die richtige Ansprechperson zu finden.

- Vernetzung und Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder im Sinne der Verbands Ziele.
Zweck/ZielDas übergeordnete Ziel des Verbandes ist:
“Our mission is to position Switzerland as a leading center for Fintech»

Sie sehen sich als eine schweizweite Initiative, welcher jede Bank und Versicherung, unabhängig von Grösse und regionaler Ansiedlung beitreten kann.

Digitalisierung, Innovation und somit künftige Wettbewerbsfähigkeit betreffen den ganzen Finanzplatz Schweiz und sie wollen mit vereinten Kräften helfen, nachhaltige und zeitnahe Lösungen zu realisieren.

Der Verband verfolgt drei konkretere Ziele:

Connect Networking and raising awareness of stakeholders.

Sie wollen Brücken bauen zwischen ihren Mitgliedern und der Forschung und der Wissenschaft (vgl. Swiss Fintech Innovations Lab), Startups, dem Regulator, staatlichen Organisationen, Innovation Hubs, Venture Capitalists und Angels usw., um ihr übergeordnetes Ziel zu erreichen.

Foster Fostering an open dialogue with fintech startups

Do Developing and implementing solutions on topics of common interest in working groups
Grösste Erfolge seit der GründungNeue Mitglieder Der Verband konnten seit der Gründung bereits drei neue Mitglieder gewinnen.

Vernetzung und Austausch fördern, sowie Mehrwert für Startups generieren: Sie arbeiten wir mit allen relevanten FinTech Verbänden eng zusammen (Swiss Innovation Outpost, Swiss Finance Startups, Digital Zürich 2025, Global Fintech Association und Swiss Finance + Technology Association). Aber auch mit anderen Partnern z.B. aus der Forschung. Besonders hervorzuheben sei hier die Uni Zürich.

Ausserdem sind sie nun neu in der Geschäftsleitung der SKSF vertreten. Hinzu kommt eine Partnerschaft mit den SICTIC FinTech Angels. Vernetzt sind sie auch mit anderen wesentlichen Vertretern wie der Standortförderung.
Einigen Startups haben sie bereits intern spannende Kontakte vermitteln können.

Arbeitsgruppen Aktuell haben sie vier, die alle bereits erste Inhalte erarbeitet haben.

„Fintech Regulation“ (u.a. Antwort auf EFD Statement zu Markteintrittshürden),

„Digital Identity, Trust & Privacy“,

„Distributed Ledgers, Cryptocurrencies & Smart Contracts“,

„Open APIs in Financial Services & Future client relationship and interfaces“ und sich regelmässig treffen. In die Arbeitsgruppen können auch Startups aufgenommen werden. Dies ist ihnen sehr wichtig, um ihrem übergeordneten Ziel (CH als leading fintech center) näher zu kommen.

Digital Zürich 2025

Dieser, ich möchte nicht sagen von der Politik gegründete Verband, aber stark politisch beeinflusst trifft es m.E. nicht schlecht, möchte die Schweiz ebenfalls zum führenden digitalen Innovations Hub machen. Damit sie dieses Ziel erreichen können, haben sie sich zum Ziel gesetzt, die Schweiz mit seinen vielfältigen Vorzügen, Talenten und Möglichkeiten zu einem Zentrum der digitalen Innovation in Europa zu machen. Die Doppelstruktur von Verein und Stiftung ist historisch bedingt aus dem Zusammenschluss des Vereins DigitalZurich2025 und der Kick Foundation. Seit Februar 2016 sind beide Organisationen und Führungsgremien unter einem Dach vereint.

VerbandsformVerein und Stiftung
GründungSeptember 2015
Board-Members / ExekutivausschussDr. Christian Wenger (Wenger und Vieli Rechtsantwälte), Stefan Schöbi (Migros), Roland Siegwart (ETH), Marcel Stalder (EY), Pascale Vonmont (Gebert Rüf Stiftung), Marc Walder (Ringier), Patrick Warnking (Google Switzerland), Roger Wüthrich-Hasenböhler (Swisscom), Detlef Günther (ETH), Martina Larkin (WEF)
Advisory Board / LenkungsausschusssMarc Walder (Ringier), Lino Guzzella (ETH), Heinz Karrer (Economiesuisse), Ruedi Noser (FDP), Patrick Warnking (Google Switzerland), Susanne Ruoff (Swiss Post), Andreas Meyer (SBB), Urs Schaeppi (Swisscom), Ivo Furrer (Swiss Life), Lukas Gaehwiler (UBS), Philipp Rösler (WEF), Martin Vetterli (ETH Lausanne)
Anzahl Mitglieder33
Kosten MitgliedschaftGründungsmitglieder/Trägermitglieder

Mitgliedsbeitrag CHF 50.000 p.a. & Engagement

- Teilnahme eines Geschäftsführers/Mitgliedes der Geschäftsleitung in wesentlichen Entscheidungsgremien bzw. an der Vereinsversammlung sowie das Einbringen von mindestens 0.5 FTE fachlicher Ressource in das operative Team von DigitalZurich2025

- Aktivierung der Mitgliedschaft DigitalZurich2025 in der internen Kommunikation sowie im Rahmen geeigneter externer Marketing-
und Kommunikationsmedien sowie Events des Mitgliedsunternehmens

Partner

Mitgliederbeitrag CHF 15.000 p.a. & Engagement

- Unterstützung der Initiative DigitalZurich2025 durch den Einbezug in die interne und externe Kommunikation des Mitglieds

Startups

Mitgliederbeitrag CHF 100 p.a. & Engagement

- Unterstützung der Initiative DigitalZurich2025 durch den Einbezug in die Kommunikation des Mitglieds
Leistung für MitgliederGründungsmitglieder/Trägermitglieder

- Nennung als Gründungsmitglied bzw. Trägermitglied in allen wesentlichen Kommunikationsinstrumenten

- Nutzung des Brands von DigitalZurich2025 in der eigenen Markenkommunikation

- Exklusiver Zugang zu Thought-Leadership-Projekten, erstklassigen Hightech-Startups, Trends, Netzwerken und zum Mitarbeiterentsendungsprogramm von DigitalZurich2025

- Bevorzugter Zugang zu Tickets an Veranstaltungen, die von DigitalZurich2025 unterstützt werden

- Sponsoring-Möglichkeit von allen Initiativen von DigitalZurich2025

Partner

- Exklusiver Zugang zu Hightech-Startups, Trends, Netzwerke und Tickets

- Sponsoring-Möglichkeit von allen Initiativen von DigitalZurich2025

- Nennung als Partner

- Nutzung des Brands von DigitalZurich2025 in der eigenen Markenkommunikation

- Positionierung als innovative Organisation, die die digitale Transformation aktiv mitgestaltet

Startups

- Exklusiver Zugang Investoren, Schweizer Startup-Förderprogrammen, Schweizer Grossunternehmen und Tickets

- Einbindung in die DigitalZurich2025-Kommunikationskanäle: Startups können alle Kommunikationsupdates zu ihrem Jungunternehmen (Launch, Produktlancierungen, Erfolgsgeschichten, News zum Unternehmen) an DigitalZurich2025 senden; DigitalZurich2025 teilt diese via den eigenen Social-Media-Kanäle und generiert so zusätzliche nationale und internationale Reichweite und Visibilität

- Nennung als Startup-Mitglied von DigitalZurich2025
Zweck/ZielDas ‚2025‘ im Namen ‚DigitalZurich2025‘ definiert einen zeitlichen Zielhorizont. Es soll das angebrochene Dezennium genutzt werden, um die digitale Transformation der Schweiz weiter voranzubringen. Die bislang ungenutzten Potenziale geben ihnen und ihren Mitgliedern die Möglichkeit, wichtige Weichen zu stellen, um die heutigen digitalen Herausforderungen in
Chancen umzuwandeln.

Alle Mitglieder der Initiative DigitalZurich2025 stellen dafür ihre gebündelten Kräfte und Ressourcen in den Dienst ihrer Vision:
„ Gemeinsam machen wir die Schweiz zum führenden digitalen Innovationshub in Europa.“

Ihre Agenda sieht folgendes vor:
- Wir nutzen unseren Einfluss in den Gremien und Instanzen für eine fortlaufende Optimierung der regulatorischen Rahmenbedingungen, um den Zuzug von Startups und digitalen Top-Talenten zu fördern.

- Wir unterstützen junge Gründer mit deskriptiven digitalen Ideen und fördern deren Vernetzung mit der Schweizer Wirtschaft. Unser Einsatz für den Ausbau des Innovationsökosystems macht den Standort attraktiv für Venture-Capital-Investoren und Corporate-Venture-Aktivitäten aus dem In- und Ausland.

- Wir helfen beim Ausbau des Talentpools in der Schweiz, bei der Förderung digitaler Bildungsangebote und der MINT-Fächer sowie bei der stärkeren Vernetzung von Bildung und Wirtschaft für beschleunigte Time-to-Market-Zyklen für junge Gründer mit innovativen Geschäftsideen.

- Wir bieten Plattformen des Austauschs zwischen digitalen Unternehmern und führenden etablierten Unternehmen wie den Kickstart Accelerator, den Investor Summit und unsere Teilnahme an internationalen Leitmessen und Events, um einen permanenten gegenseitigen Kultur- und Know-how-Transfer in Gang zu bringen und zu halten. Auf unseren Veranstaltungen treffen sich Market Leaders und Market Innovators zu grossem gegenseitigem Nutzen.
Grösste Erfolge seit der GründungKeine Angaben

Swiss Finance + Technology Association

Der Verband hat unter anderem mit dem FinTech-Ökosystem-Directory auf sich aufmerksam gemacht. Er wurde durch Startups gegründet und organisiert regelmässige Meetups zu den unterschiedlichsten Themen. Diese Meetups stehen neben ihren Mitgliedern auch andern interessierten Personen zur Verfügung.

VerbandsformVerein
GründungMai 2014 erstes Meetup; Offiziell gegründet im August 2015
Board-MembersBoris Battistini (Metellus), Daniel Diemers (Strategy&), Christian Dreyer (CFA Society Switzerland), Alexandre Gaillard (InvestGlass), John Hucker (Taussig Capital Ltd.), Klaus Kummermehr (Go Beyond Investing) FreshDetect), Luke Szkudlarek (what.digital)
Advisory BoardDerzeit noch nicht.
Anzahl Mitgliederca.350
Kosten MitgliedschaftCHF 100 pro Jahr
Leistung für MitgliederMitglieder haben

- Zugriff auf das interne Directory aller Mitglieder

- die Möglichkeit vergünstigt oder gratis an den Verbands-Events teilzunehmen

- die Möglichkeit an den Spezial-Programmen teilzunehmen

- Zugriff auf spezielle Partnerangebote

- je nach dem auch Zugriff auf das Mentoring-Programm

- je nach dem die Möglichkeit Artikel für den verbandseigenen Blog zu schreiben
Zweck/ZielDer Verband will die Entwicklung des Schweizer FinTech Ökosystem unterstützen, damit es weltweit an vorderster Front dabei ist. Des Weiteren soll er den FinTech Unternehmen als Ankerpunkt dienen, mit dem Ziel die Finanzwelt mit der Technologiewelt zu einen und den Startups einen Zugang zu Finanzinstituten zu ermöglichen und vice versa.

Im Detail sind das folgende Ziele

- Eine neutrale Vermittlung zwischen den Interesse der Startups, den Investoren, der Industrie und den staatlichen Behörden

- Schweizer FinTech Unternehmen mit den globalen Hot Spots Verbinden

- Den Mitgliedern hilfreiche Informationen und Kontent zur Verfügung stellen

- Den Mitgliedern, wo es möglich ist mit Mentoring Programmen o.ä., zur Seite stehen

- Die Schweiz als Finanzzentrum stärken
Grösste Erfolge seit der GründungNeben dem FinTech Ökosystem Verzeichnis, welches bereits über 10'000 Views zählt, ist auch die Zusammenarbeit mit Innotribe und SIBOS (26. - 28. September in Genf) zu erwähnen.

Es wird an der SIBOS auf der Hauptbühne eine Session geben und in der Schweizer Lounge werden jeden Tag acht Startups Vorort sein. Am Mittwoch gibt es dann noch einen grossen Networking-Event.

Swiss Crowdfunding Association

Das Crowdfunding (Crowinvesting, Reward-Based Crowdfundig, Crowddonating und Crowdlending) ist ein elementarer Teil des FinTech Ökosystems. Deshalb arbeitet die Swiss Crowdfunding Association mit ihren Mitgliedern daran, das Crowdfunding bekannter zu machen und sich als Hauptansprechpartner für jegliche Crowdfunding Fragen zu positionieren.

VerbandsformVerein
Gründungkeine Angabe
Board-MembersVincent Pignon (WeCan.Fund) , Camille Boissonnet (Gunvor SA), Jonathan Normand (Codethic SA), Andreas Pages (Swisscom), Maxime Pallain (Raizers)
Advisory BoardNein
Anzahl Mitglieder210
Kosten MitgliedschaftGratis
Leistung für MitgliederWorking for the success of every fundraiser and their supporters
Zweck/ZielPromote the domain of crowdfunding in Switzerland

Help to disseminate the best practices in the domain among its actors

Do applied research in the field and, specifically, study the evolution of the domain in Switzerland and in other countries

Be the reference organization to dissemminate information on crowdfunding to medias and politicians
Grösste Erfolge seit der GründungWhite Paper on Crowdfunding in Switzerland

Bitcoin Association Switzerland

Bitcoin als bekanntester Vertreter der digitalen Währungen, ist ein wichtiger Teil des heutigen FinTech Ökosystems. Aus diesem Grund arbeitet die Bitcoin Association mit ihren Mitgliedern daran, Bitcoin bzw. digitale Währungen bekannter zu machen und sich als Hauptansprechpartner für jegliche Anfragen in Bezug auf digitale Währungen zu positionieren.

VerbandsformVerein
GründungOktober 2013
Board-MembersLucas Betschart (Blockchain Source), Mathieu Buffenoir (Freelance), Luzius Meisser (Meisser Economics), Raphael Voellmy (ECUREX), Bernhard Müller-Hug (Roche)
Advisory BoardKeine Angaben
Anzahl Mitglieder27
Kosten MitgliedschaftPrivate: Mind. 1 Satoshi, Empfohlen CHF 50 in Bitcons
Firmen: Basic CHF 380 in Bitcoin; Gold CHF 4'950 in Bitcoin
Leistung für MitgliederAlle Mitglieder
• Participate in the Swiss Bitcoin community

• Support the Bitcoin adoption, education and development

• Early access and discounts to partner events

• Access to exclusive discounts and special offers

• Help building a freer world

Private

• Name and URL on our website

Firmen Basic

• Featured on our website (Logo & URL)

• Mention as sponsor at Bitcoin Meetups

• Allowed to put our logo on your website

Firmen Gold

• Featured on our website (Logo & URL)

• Mention as sponsor at Bitcoin Meetups

• Allowed to put our logo on your website

• A free Bitcoin Talk to all staff by BTCA member

• Mention as sponsor at Blockchain Meetpus

• Credit with logo in Meetup Videos (bitcoinlectures.tv)
Zweck/ZielZweck des Vereins ist die Förderung digitaler Währungen. Der Verein verfolgt keine wirtschaftlichen Zwecke und strebt keinen Profit an.
Grösste Erfolge seit der GründungKeine Angaben

Swiss Startup Association

Startups der Schweiz vereinigt Euch. Die Swiss Startup Association ist ein Verband für alle Schweizer Startups, welchem auch einige FinTech Startups angehören. Das Ziel ist optimale Rahmenbedingungen für das Wachstum und den Erfolg im In- und Ausland für Schweizer Startups zu schaffen.

VerbandsformVerein
GründungEnde 2015
Board-MembersUrs Haeusler (DealMarket), Nicolas Bürer (Movu.ch, joiz), Lea Von Bidder (Ava Women), Karim Maizar (Kellerhals Carrard), Pascal Mathis (Google, Selfnation), Hannes Gassert (LIFT Conference, wemakeit, Liip), Jan Lichtenberg (InSphero), Michael Mossiman (Wenger & Vieli AG)
Advisory Boardwird gerade zusammengestellt u.a. Marcel Dobler (Nationalrat SG, digitec Gründer)
Anzahl Mitgliederderzeit ca. 350+ startups
Kosten Mitgliedschaftkostenlos in 2016
Leistung für MitgliederVerbessern der aktuellen politischen Rahmenbedingungen für Startups
Lobbying für die Anliegen der Schweizerischen Startups - Gemeinsam erreicht man mehr als alleine.
Sprachrohr für CH Startups
Werbung bzw. Steigerung der Visibilität von Schweizer Startups im Ausland
Zweck/ZielDie Swiss Startup Association setzt sich zum Ziel, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, die zum Wachstum von Schweizer Startups führen, um deren langfristigen Erfolg im In- und Ausland sicherstellen. Damit wird das Schweizer Startup Ökosystem gestärkt was wiederum den Standort Schweiz bzw. dessen Wirtschaft stärkt.

SSA setzt sich somit ein für:

- ein besseres gesetzliches, regulatorisches und steuerliches Umfeld für Gründer und Startups in der Schweiz

- ein Startup freundlicheres Verständnis bei den Schweizer Behörden und dem Regulator

- ein verstärktes soziales und politisches Bewusstsein für das Schweizer Startup Ökosystem
Grösste Erfolge seit der GründungEngagement bzgl. Vermögenssteuer Problematik (Eingereichte Postulate/Motionen über Politiker)

FAZIT

Wie ihr seht, gibt es einige Interessengruppen und wenige davon verfolgen genau dieselben Ziele. Dies liegt daran, dass die Verbände teilweise aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen und unterschiedlichen Eigeninteressen entstanden sind. Swiss Finance Startups, Swiss FinTech Association, Swiss Startup Association, Swiss Crowdfunding Association, Swiss Bitcoin Association und Global FinTech Association entstanden aus Startups, wohingegen DigitalZurich2025 eher aus der politischen Ecken entstand. Der Swiss FinTech Innovations Verband hingegen entsprang eher aus der Ecke der Finanzbranche. Weil Verbände aus wirtschaftlichen bzw. politischen Eigeninteressen gegründet werden, erstaunt es mich umso mehr bzw. es grenzt eigentlich an ein Wunder, dass es noch keinen FinTech/InsurTech Verband aus der Versicherungsbranche gibt – wer weiss, was nicht ist, kann ja noch werden.

Spannend zu beobachten ist, dass es bei den verfolgten Zielen der einzelnen Verbände in gewissen Themen wie z. Bsp. den regulatorischen Rahmenbedingungen natürliche Überschneidungen gibt. Gut, wenn gewisse Themen gleichzeitig aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen erfolgen, das kann nur hilfreich sein. Dennoch hoffe ich innig – und einige werden mich wohl einen Träumer nennen ;o), dass alle diese Verbände in den für die Entwicklung der Schweiz wesentlichen Punkten auch tatsächlich an einem Strang ziehen, um die Schweiz und ihre Wirtschaft gemeinsam weiter zu stärken und im globalen Wirtschaftskampf konkurrenzfähiger für die Zukunft zu machen.

Damit ihr euch nun auch eine noch bessere Vorstellung der Verbände, deren Mitglieder und deren Beziehung zueinander machen könnt, habe ich folgende Grafik, welche ihr bereits im Beitragsbild gesehen habt, entwickelt.

VerbandsUebersicht

Das, das zu Beginn erwähnte heterogene Bild keine reine Vermutung von mir war, konnte ich euch hoffentlich schlüssig aufzeigen. Doch wie geht es nun weiter mit den Verbänden? Wenn tatsächlich noch ein InsurTech Verband dazukommen würde, dann könnte man noch einen Verband gründen, der sich weder regional, noch Unternehmensform, noch branchenspezifisch eingrenzt und den dann als Dachverband etablieren. Nach dessen erfolgreichen Etablierung müsste man sich noch überlegen, wie man die unterliegenden Verbände so weit stärken kann, um schlussendlich zu einem Spitzenverband wie z. Bsp. economiesuisse aufzusteigen.

 

Dieser Artikel erschien zuerst auf Ivan Buechis Blogs

 

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