Digitales Geschäftskonto für KMU’s: Relio erhält Fintech-Lizenz

Digitales Geschäftskonto für KMU’s: Relio erhält Fintech-Lizenz

by March 22, 2023

Relio erhält von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) die Fintech-Lizenz. Mit der Bewilligung plant das Startup die Lancierung eines digitalen Geschäftskontos für KMU. Mit einer eigens entwickelten Compliance-Technologie richtet sich das Angebot vor allem an anspruchsvolle Firmenkunden.

Unabhängig dank eigener FINMA-Lizenz

Nach einem umfassenden Genehmigungsverfahren erlangt Relio eine Fintech-Lizenz der FINMA. Mit der Bewilligung will das Startup demnächst ein digitales Konto für Unternehmen lancieren. Das Angebot ist vor allem für Firmenkunden mit komplexen Business Modellen und internationalen Geldflüssen interessant. In diesem Marktsegment verursachen Anforderungen an die Compliance und Geldwäschereibekämpfung sowohl auf Banken- als auch Kundenseite hohe Aufwände. Dieses Problem löst Relio mit der Automatisierung vieler Compliance-Aufgaben.

Lav Odorovic

Lav Odorovic

“Dank unserer Lizenz arbeiten wir unabhängig von Partnerbanken und deren überholten Strukturen, Prozessen und Technologien. Nur so können wir die Digitalisierung der Compliance konsequent vorantreiben und unseren Kunden sehr viel Bürokratie ersparen”,

so Lav Odorovic, CEO von Relio, über die Vorteile einer eigenen Fintech-Lizenz.

Fintech-Bewilligung als Innovations-Booster

Während Fintech-Startups weltweite Verbreitung fanden, gab es auf dem Schweizer Finanzplatz lange Zeit kaum neue Impulse. Zu hoch waren die regulatorischen und finanziellen Einstiegshürden, um als neuer Akteur in der Schweiz Fuss zu fassen. Zur Förderung von innovativen Finanzunternehmen hat der Gesetzgeber deshalb 2019 die Fintech-Bewilligung geschaffen.

Im Vergleich zu einer vollen Banklizenz sind die Bewilligungsverfahren erleichtert und die Kapitalanforderungen tiefer. Die Publikumseinlagen sind für jedes Fintech auf bis zu hundert Millionen Schweizer Franken limitiert. Die Gelder dürfen zudem weder angelegt noch verzinst werden. Stattdessen werden Sie bei der Schweizerischen Nationalbank deponiert, damit sie den Kunden wieder ausbezahlt werden können, wenn ein Fintech in finanzielle Schieflage gerät. Damit eröffnet die neue Fintech-Bewilligung viel Potenzial für Neues, ohne die Kunden einem hohen Risiko auszusetzen.

 

Bildnachweis: Gründerteam von Relio – Milos Stokic, Marketingleiter, Lav Odorovic, CEO und Zarko Vukadinovic, COO