Schweizer Fintech-Unternehmen Suchen Mitarbeiter auch in der Covid-Krise

Schweizer Fintech-Unternehmen Suchen Mitarbeiter auch in der Covid-Krise

by May 25, 2020
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In einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands Swiss Finance Startups gaben 83% der befragten Mitglieder an, dass sie gerade in der Krise grosse bis sehr grosse Chancen für die Fintech-Industrie sehen.

Die Umfrage zeigt auch, dass Fintech-Startups in der Schweiz die Corona-Zeit nutzen, um neue Opportunitäten zu identifizieren und ihr digitales Angebot auszubauen. Nur wenige Befragte gaben an, in der Krise auf Sparmassnahmen zu setzen. Die allermeisten wollen gerade jetzt investieren und Personal aufstocken.

Die dabei aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen scheinen zumindest in der Fintech-Branche wenig Schwierigkeiten zu bereiten. Knapp 90% befragten Mitgliedsunternehmen gaben an, dass ein grosser Teil oder gar alle Mitarbeiter remote, also aus dem Homeoffice heraus, arbeiten.

„Die Schweizer Fintech-Unternehmen treiben schon seit Jahren die Digitalisierung in der Finanzbranche voran. Die COVID19-Pandemie hat einen sowieso wachsenden Bedarf an digitalen Lösungen noch einmal drastisch vorangetrieben. Schweizer Fintechs erkennen in der Krise eine grosse Wachstumschance, die es zu nutzen gilt”

so Christina Kehl, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied Swiss Finance Startups.

Die Ergebnisse der Swiss Finance Startups-Mitgliederbefragung zusammengefasst:

  • Bei knapp 90% der befragten SFS-Mitgliedsunternehmen arbeitet ein grosser Teil (oder sogar alle) der Mitarbeiter*innen im Homeoffice
  • 69% der befragten SFS-Mitglieder muss keine staatliche Hilfe in Anspruch nehmen.
  • 65.5% der befragten SFS-Mitglieder gab an, dass sie (kräftiges) Wachstum verzeichnen.
  • Die Hälfte der befragten SFS-Mitglieder baut in der Krise ihr Business aus (Kunden, Partner, Investoren).
  • Nur 6,9% gab an Sparmassnahmen einleiten zu müssen.
  • Über 55% der Befragten gab an, weiteres Personal einstellen zu wollen, wohingegen nur 6.9% angab Mitarbeiter*innen entlassen zu müssen.
  • 83% der befragten Mitglieder gab an, dass sie die Krise als grosse bis sehr grosse Chance für Fintech sehen.

Stimmen aus den Mitgliedsunternehmen von Swiss Finance Startups:

Michael Wychowaniec

Michael Wychowaniec

„Wir verzeichneten einen Nachfragezuwachs im Währungsumtausch, da der Schweizer Franken in den letzten Monaten sogar noch an Stärke gewonnen hat. Im Resultat hatten wir mit ExchangeMarket.ch nicht nur das stärkste erste Quartal seit Bestehen, wir erzielten ausserdem in drei von vier Monaten Rekordumsätze. Was die tägliche Arbeitsroutine betrifft, so mussten wir nicht viel umstellen, da unser Team sowieso bereits teilweise remote arbeitet. Daher stand alle notwendige Infrastruktur bereit, um den Vor-Ort-Betrieb kurzerhand komplett ins Homeoffice zu verlegen.“

Michael Wychowaniec, Co-Founder ExchangeMarket.ch

Sandro Matter

Sandro Matter

„In diesen herausfordernden COVID19-Zeiten konnten wir einige Erfolge erzielen. Besonders freut uns, dass wir unsere Partnerschaft mit Generali Schweiz lancieren und ausserdem erfolgreich die erste wandelbare Tranche unserer Finanzierungsaktivitäten für 2020 sichern konnten.“

Sandro Matter, CEO vlot

Patrik Schär

Patrik Schär

„Trotz der Krise wurden in diesem Jahr bei Selma bereits über 1’000 neue Konten eröffnet und wir hatten nahezu keinen Kapitalabfluss zu verzeichnen. Im Gegenteil, mehr als die Hälfte unserer Kunden haben ihr Anlagevermögen erhöht.“

Patrik Schär, CEO Selma Finance

Sandipan Chakraborty

Sandipan Chakraborty

„Wir denken, dass COVID19 den Grossteil der Banken dazu zwingen wird, operative Abläufe zu optimieren und Kosten zu senken. Dadurch entstehen neue Chancen für Fintech-Unternehmen, ihre Services breiter anzubieten. Unsere erst kürzlich geschlossene umfangreiche Kooperation mit einer Bank in der EU unterstützt diese Annahme.“

Sandipan Chakraborty, Founder & CEO SONECT

Christian Egli

Christian Egli

„Ausser dass wir neue Verträge schliessen und neue Leads generieren konnten, hat sich unserer Daily Business in den letzten Wochen kaum verändert. Wir konnten beweisen, dass wir in unserem Kern-Business nicht auf physische Standorte oder direkten Vor-Ort-Kontakt angewiesen sind. Die veränderte Situation hat uns inspiriert, alte Muster zu verlassen und neue Ansätze auszuprobieren, die zwar immer bereits im Raum standen, aber wir ansonsten vermutlich nicht unbedingt weiter verfolgt hätten.“

Christian Egli, CEO ONE PM

 

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